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  • Steckbrief Alblinse

    Passt zum Ökolandbau - gehört zu Schwaben

    "Der Linsenanbau auf der Alb belebt eine alte Tradition und verknüpft ökologischen Landbau, Artenvielfalt und regionale Wertschöpfung" [Bonde]*

Exempel einer regionalen ökologischen Spezialität

Der Linsenanbau auf der Alb ist eine alte Tradition. Doch Mitte des letzten Jahrhunderts kam der kommerzielle Linsenanbau zum Erliegen. Dank der mühsamen Suche nach fast verschollenen Linsensorten, die früher auf der Schwäbischen Alb angebaut wurden, hat die Alblinse wieder Bedeutung erlangt. Vor allem bei Verbraucherinnen und Verbraucher, die Wert auf hochwertige und regionale Lebensmittel legen, ist sie sehr beliebt. Aufgrund der großen Nachfrage gründeten Max und Woldemar Mammel 2001 die Öko-Erzeugergemeinschaft Alb-Leisa, deren Mitglieder auf der Schwäbisch Alb heute wieder Linsen anbauen.

Geschichte

"Späths Alblinsen" wurden in den 1940er Jahren in Haiger- loch von Züchter Fritz Späth gezüchtet. Sie waren seit An- fang der 1960er Jahre ver- schollen. 2006 wurden sie im Vavilow-Institut in St.Peters- burg wiederentdeckt.

Anbau

Linsen werden üblicherweise zu- sammen mit einer Stützfrucht im Gemenge angebaut. Stützfrüchte sind z. B. Nacktgerste oder Hafer.

Anbauhinweise

Aufbereitung

Nach der Ernte muss das Erntegut umgehend getrocknet werden. Eine Herausforderung stellt die Reinigung und Trennung der Linsen von der Zweitfrucht dar. In der Regel ist eine aufwendige Reinigung des Ernte- guts in mehreren Stufen erforderlich. Je nach Sorte werden Linsen ungeschält oder geschält angeboten.

Wussten Sie schon?

Die Alblinse gehört den Slow Food Projekten "Arche-Passagiere" und "Presidi" an. Während die Arche schützenswerte Lebensmittel erfasst, nimmt das Presidio Lebensmittel auf, die nachhaltig sind und aktiv geschützt werden. mehr

Hier finden Sie Infoblätter zu weiteren Nischenkulturen im Ökolandbau.


Quellen:

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